Zeitwertkonto: Eine flexible Lösung für die Work-Life-Balance

Martin Mörmann • 11. April 2024

In der heutigen schnelllebigen Arbeitswelt suchen immer mehr Menschen nach Wegen, um Beruf und Privatleben besser in Einklang zu bringen. Hier kommt das Konzept der Zeitwertkonten ins Spiel – eine innovative Lösung, die mehr Flexibilität in der Karriereplanung bietet. Die Idee dahinter ist, dass Arbeitnehmer*innen in Phasen Zeitguthaben ansammeln können, um dieses dann zu einem späteren Zeitpunkt für längere Auszeiten zu nutzen. Auch wir haben dieses besondere Benefit eingeführt, um unseren Mitarbeitenden in ihrer ganz persönlichen Work-Life-Balance entgegenzukommen. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick darauf, was Zeitwertkonten eigentlich sind, wie sie funktionieren und welche Vorteile sie bieten.

So funktionieren Zeitwertkonten

Zeitwertkonten sind ein Instrument der flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Sie ermöglichen es Arbeitnehmer*innen, Teile ihres Gehalts oder ihrer Arbeitszeit zu "sparen" und zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Es können beispielsweise Anteile des Monatsgehalts oder auch Einmalzahlungen wie Jahressonderzahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen sowie Sonderzahlungen als Guthaben auf das Zeitwertkonto übertragen werden. Auch geleistete Überstunden lassen sich in einen Geldwert umrechnen und auf das Zeitwertkonto übertragen. Dabei sind die Einzahlungen sogar steuer- und sozialversicherungsfrei. Erst während der Freistellung werden Steuern und Abgaben fällig. Ein weiteres Plus: Es ist per Gesetz geregelt, dass die Einzahlungen gegen Insolvenz abgesichert werden müssen. Das Geld geht also keinesfalls verloren.


Die Auszeit kann je nach persönlichem Wunsch in verschiedenster Form gestaltet werden. Denkbar sind beispielsweise Sabbaticals, Weiterbildungen, Verlängerungen der Elternzeit oder auch ein vorzeitiger Ruhestand. Anders als bei einem reinen Arbeitszeitkonto sind mit einem Zeitwertkonto also auch längere Freistellungszeiten finanzierbar. Während der Auszeit besteht das Arbeitsverhältnis weiter und die Mitarbeitenden behalten ihren Kranken- und Sozialversicherungsschutz über den Arbeitgeber. Das angesparte Guthaben wird während der Freistellung ausgezahlt. 


Dieses Modell ermöglicht es, sich eine Auszeit vom Berufsleben zu nehmen und in dieser Phase keine finanziellen Einbußen befürchten zu müssen.

So kann die bezahlte Freizeit genutzt werden

Was mit der angesparten Zeit geschehen soll, entscheidet jeder Mitarbeitende für sich. Einige beliebte Möglichkeiten sind:

  • Sabbatical: Ein Sabbatical ist viel mehr als ein normaler Urlaub. Ferne Länder können für eine sehr viel längere Zeit bereist werden, was äußerst bereichernd sein kann. Dank eines Zeitwertkontos muss dazu der Job nicht an den Nagel gehängt werden, sondern kann nach der Auszeit nahtlos wieder aufgenommen werden.
  • Weiterbildung: Eine berufsbegleitende Weiterbildung kann sehr viel Mühe kosten. Es ist anstrengend, sich nach der Arbeit zu motivieren und auch am Wochenende zu lernen, anstatt Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Dank eines Zeitwertkontos kann die Arbeit für die Dauer der Weiterbildung problemlos niedergelegt werden.
  • Elternzeit: Kommt ein neues Familienmitglied zur Welt, wollen viele Eltern verständlicherweise ihre gesamte Aufmerksamkeit dem Nachwuchs widmen. Die gesetzliche Elternzeit ist dafür ein guter Anfang. Mit einem Zeitwertkonto kann die Elternzeit ohne finanzielle Abstriche verlängert werden.
  • Pflege: Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass viele Angehörige sich selbst um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern wollen. Auch hierfür kann das angesparte Guthaben verwendet werden, um die zeitintensive Pflege übernehmen zu können.
  • Teilzeit: Manche Menschen wollen gerne in Teilzeit arbeiten, weil ihnen Freizeit wichtiger ist als Geld. Andere möchten aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend kürzertreten. Das Teilzeitgehalt kann durch das angesparte Geld ganz einfach aufgestockt werden.
  • Ruhestand: Wer früher in Rente will, muss normalerweise mit großen Abzügen rechnen. Mit einem Zeitwertkonto kann die Arbeitszeit bis zum Ruhestand schrittweise reduziert werden.

Fazit: Flexibilität für die Zukunft

Zeitwertkonten bieten eine moderne Antwort auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden Arbeitswelt. Arbeitszeit und Einkommen können nach den eigenen Vorstellungen gemanagt und so eine bessere Balance zwischen Beruf und Privatleben erreicht werden. Ob es darum geht, sich aus familiären Gründen eine Auszeit zu gönnen, in die Ferne zu reisen, sich weiterzubilden oder einen sanften Übergang in den Ruhestand zu gestalten – Zeitwertkonten machen es möglich. Kommen Sie in unser Team und profitieren auch von einer ausgewogenen Work-Life-Balance und Flexibilität in der Karrieregestaltung.

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FAQ

  • Was ist ein Zeitwertkonto und wie funktioniert es?

    Ein Zeitwertkonto ist ein Instrument der flexiblen Arbeitszeitgestaltung, mit dem Arbeitnehmer:innen Teile ihres Gehalts oder ihrer Arbeitszeit ansparen können, um sie später für eine längere Auszeit zu nutzen. Es können beispielsweise Anteile des Monatsgehalts oder auch Einmalzahlungen wie Jahressonderzahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen sowie Sonderzahlungen als Guthaben auf das Zeitwertkonto übertragen werden. Auch geleistete Überstunden lassen sich in einen Geldwert umrechnen und auf das Zeitwertkonto übertragen. Während der Freistellung bleibt das Arbeitsverhältnis samt Kranken- und Sozialversicherungsschutz bestehen.

  • Sind Einzahlungen auf ein Zeitwertkonto steuerfrei und vor Insolvenz geschützt?

    Ja. Die Einzahlungen sind steuer- und sozialversicherungsfrei, Steuern und Abgaben werden erst während der Freistellung fällig. Zusätzlich ist gesetzlich geregelt, dass die Einzahlungen gegen Insolvenz abgesichert werden müssen, sodass das angesparte Guthaben nicht verloren geht. 

  • Wofür kann die angesparte Zeit auf einem Zeitwertkonto genutzt werden?

    Die Auszeit lässt sich sehr flexibel gestalten. Denkbar sind beispielsweise Sabbaticals, Weiterbildungen, Verlängerungen der Elternzeit oder auch ein vorzeitiger Ruhestand. Auch die Pflege von Angehörigen, eine Aufstockung des Gehalts bei Teilzeitarbeit oder ein schrittweiser Übergang in den Ruhestand gehören zu den gängigen Nutzungsmöglichkeiten. 

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