Sicherheitsbesuche: Warum sie so wichtig sind und wie sie den Alltag erleichtern

21. Dezember 2025

Wenn ein Mensch Unterstützung im Alltag braucht, verändert sich meist nicht nur der Tagesablauf, sondern auch das Sicherheitsgefühl. Viele Angehörige wohnen nicht vor Ort oder können aus beruflichen oder familiären Gründen nicht täglich nach dem Rechten sehen. Genau hier sind Sicherheitsbesuche hilfreich, eine einfache, aber enorm wirkungsvolle Methode, die für Entspannung und Verlässlichkeit sorgt.


In diesem Beitrag erklären wir, was Sicherheitsbesuche eigentlich sind, wie sie ablaufen und warum sie für viele ältere oder hilfebedürftige Menschen ein echtes Stück Lebensqualität bedeuten.



Was sind Sicherheitsbesuche?

Sicherheitsbesuche sind kurze, regelmäßige Kontrolltermine durch Mitarbeitende eines ambulanten Pflegedienstes. Sie dienen dazu, sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist: Ist die Person wach und ansprechbar? Gibt es medizinische Auffälligkeiten? Wurden Medikamente genommen? Wird weitere Unterstützung benötigt?


Diese Besuche sind besonders niedrigschwellig. Sie dauern meist nur wenige Minuten und orientieren sich ganz an der persönlichen Situation. Das Ziel ist nicht, Pflege zu ersetzen, sondern Sicherheit zu schaffen – für die betroffene Person ebenso wie für ihre Angehörigen.




Für wen sind Sicherheitsbesuche sinnvoll?

Sicherheitsbesuche eignen sich für Menschen, die weitgehend selbstständig leben, aber eine regelmäßige Rückversicherung benötigen.


Häufig nutzen sie:

  • Seniorinnen und Senioren, die allein wohnen und sich zusätzliche Sicherheit wünschen
  • Menschen, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurden und noch etwas unsicher im Alltag sind
  • Pflegebedürftige Personen, deren Angehörige weiter entfernt leben oder stark eingebunden sind


Wie läuft ein Sicherheitsbesuch ab?

Ein Sicherheitsbesuch ist kurz, klar strukturiert und dennoch persönlich.


Die Mitarbeitenden:

  1. Schauen kurz nach dem Wohlbefinden: Ein freundliches Gespräch, ein Blick auf die Gesamtsituation, ein Gefühl dafür, wie der Tag begonnen hat.
  2. Achten auf Auffälligkeiten im Alltag: Wurde gegessen und getrunken? Liegen Stolperfallen herum? Ist die Wohnung sicher? Diese Aspekte spielen auch in anderen Bereichen der Pflege eine große Rolle, etwa bei der Sturzprophylaxe.
  3. Kontrollieren je nach Vereinbarung wichtige Punkte: Dazu können die Medikamenteneinnahme, die Funktionsfähigkeit des Hausnotrufs oder ein kurzer Gesundheitscheck gehören.
  4. Dokumentieren Auffälligkeiten: Damit Angehörige und Ärztinnen oder Ärzte informiert sind, falls etwas verändert werden muss.



Warum Sicherheitsbesuche eine große Entlastung sind

Viele unterschätzen, wie viel Entspannung ein kurzer täglicher Kontakt bringen kann.


Sicherheitsbesuche bieten:

Sicherheit im Alltag: Schon der Gedanke „Es schaut jemand nach mir“ vermittelt vielen Menschen Zuversicht und stärkt das Selbstvertrauen.

Früherkennung von Problemen: Oft zeigt sich bei diesen kurzen Terminen schnell, wenn etwas nicht stimmt – sei es gesundheitlich, organisatorisch oder emotional. Das verhindert häufig, dass kleine Schwierigkeiten größer werden.

Entlastung für Angehörige: Sie wissen, dass eine verlässliche Fachkraft regelmäßig vor Ort ist und Bescheid gibt, wenn etwas auffällt. Das nimmt viel Druck aus der familiären Pflege.

Ergänzung zur bestehenden Versorgung: Sicherheitsbesuche sind kein Ersatz für Pflegeleistungen, können diese aber sinnvoll ergänzen. Besonders in Übergangssituationen, nach einem Klinikaufenthalt oder wenn sich der Gesundheitszustand langsam verändert, sind sie eine wertvolle Begleitung.

Fazit: Kurze Besuche, große Wirkung

Sicherheitsbesuche sind eine einfache, aber sehr wirksame Form der Unterstützung. Sie schaffen Orientierung, schützen vor Risiken und geben ein Gefühl von Nähe, auch dann, wenn Angehörige nicht vor Ort sein können.


Wenn Sie überlegen, ob ein Sicherheitsbesuch für Sie selbst oder einen Angehörigen sinnvoll wäre, beraten wir Sie gerne persönlich. Sie möchten mehr erfahren oder ein unverbindliches Gespräch vereinbaren? Die Katholischen Sozialstationen Mittelbaden sind für Sie da.

Melden Sie sich gerne bei uns
Icon Diamant blau als Symbol für

Noch mehr spannende Blogeinträge:

Pflegende Angehörige helfen pflegebedürftiger Person vom Bett aufzustehen.
15. Februar 2026
Wenn pflegende Angehörige mal eine Auszeit benötigen, ermöglicht die Verhinderungspflege, dass sie sich vorübergehend vertreten lassen.
Mitarbeiterin belädt das Dienstauto mit den Boxen für Essen auf Rädern.
9. Februar 2026
Essen auf Rädern ermöglicht allen, die nicht mehr selbst kochen können, eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung.
Überkreutzte Arme einer Pflegefachkraft die Karriere gemacht hat.
30. Januar 2026
Entdecken Sie unser breites Spektrum an Einstiegsmöglichkeiten für Fachkräfte aus der Altenpflege, verwandte Berufsgruppen und Quereinsteiger*innen.
20. Januar 2026
Mehr Sicherheit, mehr soziale Nähe, weniger Belastung im Alltag – wie kleine Unterstützungsangebote den Alltag erleichtern und Angehörige spürbar entlasten.
15. Januar 2026
Der dritte Teil unserer Serie zeigt Hilfsangebote für Menschen mit chronischen oder schlecht heilenden Wunden – und wie wir Betroffene durch neue Kooperationen gezielt unterstützen.
14. Januar 2026
Wie können Pflegefachkräfte ihr Wissen im Wundmanagement vertiefen? Dieser Beitrag zeigt praxisnah, wie gezielte Weiterbildung im Wundmanagement gelingt.

Diesen Artikel teilen